🚧 Nichts herunterzuladen, nichts an Ihrem Auto auszuprobieren. Sponder ist noch nie gefahren. Diese Seite erzählt, woher das Projekt kommt und wo es steht; sie ist weder eine Anleitung noch eine Aufforderung zum Nachbau.

⚡ Warum es dieses Projekt gibt

Das Original-BMS der Mia 12 kWh, hergestellt von E4V, ist nicht mehr erhältlich. Fällt seine Elektronik aus — der Fehlercode P3054 ist das typische Symptom —, startet das Auto nicht mehr, obwohl der Akku selbst oft völlig gesund ist.

Konfiguration und Freischaltung erfordern eine proprietäre Software, die kaum jemand beherrscht. Das ist kein Defekt, sondern eine Abhängigkeit — und dieses Projekt will sie nicht in die nächsten zehn Jahre mitnehmen.

Ausgangspunkt, geprüft an Mitschnitten mehrerer Fahrzeuge: Der Dialog zwischen BMS und Fahrzeugsteuergerät (EGV) ist unverschlüsselt. Das BMS zu ersetzen ist also eine Ingenieursaufgabe, keine Mauer.

Drei Schichten, jede mit ihrer Aufgabe

Kein handelsübliches BMS kann allein den Dialog führen, den die Mia erwartet: Das EGV liest nicht nur Botschaften, es steuert sein BMS und wartet auf Antworten. Sponder ist die fehlende Schicht dazwischen.

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Die Mia, unverändert
Original-EGV, Motorsteuerung, Ladegerät, Schütze und Akkupacks. Am Auto wird nichts verändert.
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Sponder, der Dolmetscher
Ein eigenes Steuergerät (ESP32-P4) auf einer selbst entworfenen Trägerplatine. Es spricht auf der einen Seite Mia, auf der anderen das Protokoll des BMS, und bildet das Verhalten des Original-BMS nach: Zustandsautomat, Quittierungen, Startsequenz, Ladedialog.
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Ein offenes BMS
Ein unverändertes Ennoid Gen 1, das seine Arbeit macht: die 24 Zellen messen, ausgleichen, den Akku schützen. Offene Hardware, ohne kostenpflichtige Software konfigurierbar.

Die Hardware

Das Modul, auf dem Sponder am Prüfstand läuft, seine Trägerplatine so, wie sie entworfen wurde, und das Ennoid-BMS so, wie es geliefert wurde. Die leeren Trägerplatinen sind gefertigt; keine ist bisher bestückt.

Waveshare-ESP32-P4-WIFI6-Modul auf einem Steckbrett, mit dem Prüfstand verdrahtet
Das Gehirn von Sponder — ein ESP32-P4-Modul (Waveshare), hier auf dem Prüfstand. Rechts liefert der ESP32-C6-Koprozessor das Bluetooth; der P4 selbst hat kein Funkmodul.
3D-Ansicht der Sponder-Trägerplatine, 150 × 78 mm, mit dem Steckplatz des ESP32-P4-Moduls
Die Trägerplatine in 3D-Ansicht (KiCad) — 150 × 78 mm. Das ESP32-P4-Modul wird rechts in den 2 × 20-Sockel gesteckt; es ist nicht dargestellt.
Ennoid-Master-LV-Hauptplatine, Draufsicht, mit den Leistungsanschlüssen BAT und LOAD
Ennoid Master-LV — die Hauptplatine: Strommessung, Steuerung der Akku-Schütze, CAN-Dialog.
Ennoid-Slave-Platine mit 18 Kanälen, LTC6813 und Ausgleichswiderständen
Slave mit 18 Kanälen (LTC6813) — misst und gleicht die 15 Zellen des Hauptmoduls aus.
Ennoid-Slave-Platine mit 12 Kanälen, LTC6811 und Ausgleichswiderständen
Slave mit 12 Kanälen (LTC6811) — misst und gleicht die 9 Zellen des Nebenmoduls aus.

Sicherheitsprinzipien

  • Sponder öffnet niemals ein Schütz. Verstummen die Daten des BMS, senkt es schrittweise den erlaubten Strom: Das Auto verliert Leistung, und der Fahrer hat Zeit, anzuhalten.
  • Fällt Sponder aus, schützt das BMS den Akku weiter. Genau darum die Trennung in drei Schichten.
  • Sponder hört dem BMS zu, ohne je mit ihm zu sprechen. Es kann weder dessen Konfiguration ändern noch seine Schütze steuern noch es abschalten.
  • Die Bluetooth-Diagnose ist rein lesend. Ein Steuergerät, das Hunderte Ampere verwaltet, darf sich nicht von einem Telefon aus beeinflussen lassen.

Stand des Projekts

Stand vom 29. September 2026.

✅ Auf dem Prüfstand: Der vom EGV erwartete Dialog wird erzeugt und beim Start gegen mehr als hundert Vektoren aus realen Mitschnitten geprüft; das echte Ennoid-BMS ist angeschlossen, auf die LiFePO4-Zellen der Mia und ihre 24 Zellen umkonfiguriert, und der von Sponder gelesene Ladezustand stimmt Botschaft für Botschaft überein; die Notlaufmodi werden bei jedem Lauf geprüft; die Bluetooth-Diagnose funktioniert.

⏳ Noch nicht: Die Trägerplatine ist nicht bestückt, das BMS hat noch keine echten Zellen gesehen, und nichts ist bisher in einem Fahrzeug gelaufen. Ein Termin wird nicht genannt.

Haben Sie diese Adresse auf einer Platine gefunden?

Die Adresse EVSpark.fr/sponder ist auf der Trägerplatine von Sponder aufgedruckt. Finden Sie sie in einer Mia, dann ist sie es, die anstelle des Original-BMS mit dem Fahrzeugsteuergerät spricht. Diese Seite wird später das Diagnosewerkzeug aufnehmen, das sie per Telefon ausliest.

⚠️ Ohne sie startet das Auto nicht. Ziehen Sie sie nicht „zum Ausprobieren“ ab, und schließen Sie sie an kein anderes Fahrzeug an.

Das Projekt verfolgen

Entstehung, BMS-Auswahl und Fortschritt werden ausführlich, auf Französisch, im Forum vehiculeselectriques.fr beschrieben. Dort erscheint jeder Schritt — auch die, die scheitern.

Die Mia-spezifischen Arbeiten — Firmware, Platinenentwurf, Verkabelung — werden veröffentlicht, aber erst wenn das System in einem Auto funktioniert hat. Bis dahin gibt es nichts weiterzugeben, weder öffentlich noch privat.

Haftungsausschluss

Sponder ist ein persönliches Projekt, das nur seinen Autor verpflichtet. Es betrifft den Traktionsakku, seine Schütze und die Fahrzeugsicherheit. Was hier beschrieben wird, ist ein Erfahrungsbericht, keine Anleitung: Der Autor übernimmt keinerlei Haftung, wenn jemand versucht, es ganz oder teilweise nachzubauen, und es nicht funktioniert oder Schäden verursacht. Für andere Aufbauten wird kein Support geleistet.